DoWo Patientengeschichten 2024

127 Vielleicht können mich hier alle großartigen Mitarbeiter wieder so fit machen, dass ich wieder, wenn auch gegen die Bedenken meines Sohnes, in mein eigenes Zuhause kann. Sämtliche Hilfsmittel vom Pflegebett bis hin zum Johanniter-Notruf sind noch vorhanden. Am Abend, als ich in den Himmel sah, war ich positiv im Denken. Sonst habe ich dann eigentlich immer heimlich geweint, doch das gehört nun der Vergangenheit an. Nun sah ich am Himmel jeden Abend einen hellen Stern und ich malte mir aus, wie ich alles in meiner Wohnung bewältigen werde. Das gab mir neben meiner Kraftkarte so viel Kraft und Hoffnung. Ich trainierte täglich mehrmals: Kraft-, Steh- und Laufübungen, Therabandübungen, Qi Gong usw. Es war sehr hart. Oft dachte ich ans Aufgeben, doch dann sah ich am Abend meinen Kraftstern. Ich sagte mir: „Halte durch Marga, denk an dein schönes Zuhause. Du schaffst es, aufgeben ist keine Option!“ Nun ja, nur vier Wochen später kann ich, wenn auch nur in Begleitung, endlich wieder ein paar Schritte am Rollator laufen. Ich bin in der Lage, wieder allein auf die Toilette zu gehen – was für eine Befreiung, was für ein Gefühl der zurückgewonnenen Selbstständigkeit. Sicherlich können Sie das jetzt nach meiner Schilderung nachvollziehen. Ich komme meinem Ziel immer näher und ich gebe mir noch vielleicht drei bis sechs Monate, dann will ich in meiner schönen Wohnung auf meinem eigenen Sofa sitzen, das Telefon in die Hand nehmen und meinen Sohn anrufen! Wissen Sie, was ich ihm dann sagen werde? „Söhnchen, mein Zimmer ist im Club noch zu haben, gern kannst Du da nun einziehen.“ Drücken Sie mir die Daumen.

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