DoWo Patientengeschichten 2024

20 Verfasserin: Katharina Bertleff mit Hilfe von Michael Tschapek Ich heiße Katharina Bertleff. Da ich nur noch sehr schlecht sehen kann, benötige ich beim Schreiben meiner Geschichte Unterstützung. Ich wohne schon seit einigen Jahren im domino-world™ Club Tegel in der 3. Etage. Die täglichen Übungen tun mir gut und halten mich auf Trab. Sie helfen mir auch dabei, meine alltäglichen Probleme zu vergessen. Vor etwa vier Monaten bin ich in meinem Zimmer gestürzt und musste lange ins Krankenhaus. Die Diagnose: Oberschenkelhalsbruch. Ich dachte schon, das sei das Ende. Was sollte nun werden? Würde ich ab jetzt nur noch im Rollstuhl sitzen? Ich konnte nicht mehr allein in den Clubraum und zum Sport gehen. Zusammen mit meiner immer schlechter werdenden Sicht fiel mir alles sehr schwer. Es gefiel mir gar nicht, mich die ganze Zeit bedienen zu lassen. Ich hatte so viel für meine Unabhängigkeit gearbeitet. Doch das Leben ging irgendwie weiter. Aufgeben stand für mich nicht auf dem Plan. Zu den täglichen Übungen und zum Essen wurde ich von den Pflegern und Betreuern in meinem Rollstuhl gefahren. Langsam gewöhnte ich mich an meine Situation und fand einen neuen Rhythmus. Ich hatte einen neuen Übungsplan mit täglichen Übungen bekommen. Der Übungsplan bestand aus verschiedenen selbstständig durchgeführten Bausteinen und angeleiteten Übungen. Die Bausteine beinhalteten auch, dass ich selbstständig zum Essen erscheinen und an den täglichen Gruppentherapien teilnehmen sollte. Die anderen Übungen waren vielfältig und auf meinen Zustand abgestimmt. Dazu gehörten das Laufen auf dem Gang, Aufstehübungen und Wechseltrittübungen mit Unterstützung der Betreuer. Die ersten Wochen waren besonders schwer. Jede Bewegung schmerzte und ich war oft verdomino-coach: Janine Reinke domino-world™ Club Tegel

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