DoWo Patientengeschichten 2024

25 Kommen wir wieder zurück zu meiner Person. Ich war schon immer ein positiver Mensch und war sehr kontaktfreudig. Meinen Tagesablauf hatte ich aber am liebsten selbst gestaltet. Da war, um ehrlich zu sein, manchmal nicht viel Platz für die Gruppentherapien oder die Einzeltherapien, da ich bei schönem Wetter viel lieber draußen in der Natur war (z. B. im Rosengarten). Ich liebe die Natur, die frische Luft, die wunderschönen Blumen, die Sonnenstrahlen, die meine Haut küssen, und auch das Vogelgezwitscher. Aber selbstverständlich habe ich auch an den Gruppentherapien teilgenommen, am liebsten war ich immer beim Krafttraining, da ich immer meine Kraft behalten wollte. Bei den Einzeltherapien bin ich sehr gern über die Etage gelaufen (da ich auch immer mobil bleiben wollte) oder habe auch gern den Wechseltritt durchgeführt. Leider mischt aber das Leben manchmal die Karten anders, als man sich es erhofft. Ich bin leider aufgrund meiner Gleichgewichtsstörung öfter gestürzt, was manchmal auch mit längeren Krankenhausaufenthalten verbunden war. Und wie wir ja alle wissen, wird die Mobilisation in manchen Krankenhäusern bei älteren Leuten nicht so großgeschrieben. Da ich auch ein künstliches Hüftgelenk habe und mir durch die Stürze meine Hüfte bei jeder noch so kleinen Bewegung immer mehr schmerzte, fiel mir das Laufen immer schwerer und ich verlor meine Mobilität und meine unbeschwerte Beweglichkeit. Man sagt zwar, irgendwann kommt man in ein „knackiges Alter“ aber so ein „knackiges Alter“ möchte niemand von uns haben. In dieser Zeit sah es in mir drin sehr dunkel aus. Ich wollte am liebsten gar nicht mehr aus meinem Bett aufstehen, wollte nichts und niemanden mehr sehen und einfach meine Ruhe haben.

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