79 In mir kam das Gefühl auf, dass man sie so schnell nicht loswerden würde. Dann kam sie wieder und erzählte mir etwas von Therapien, zu denen ich hingehen soll. Das wollte ich aber nicht. Ich wollte lieber in meinem Appartement bleiben, aber sie gab nicht auf. Die anderen Mitarbeiter kamen auch jeden Tag und haben mir immer gut zugesprochen. Ich merkte, dass es mir sehr schwerfällt, mich zu bewegen. Auch das Laufen macht mir Probleme, aber die Mitarbeiter sprachen mir Mut zu. Ich spürte, dass ich dadurch immer motivierter wurde, zu den Therapien zu gehen. Durch das Training merkte ich schnell, dass es mir wieder besser geht. Nach acht Wochen fiel mir das Laufen wieder leichter und ich versuchte, mal eine Runde spazieren zu gehen. Ich begann, immer mehr an mir zu arbeiten. Ich wollte mich mal wieder mit meinem Freund zum Frühstück in der Markthalle treffen. Nach sechs Monaten kam es dann zu diesem Treffen und ich war sehr stolz, dass ich es geschafft habe, bis in die Markhalle zu laufen. Das gab mir ein bisschen Lebensfreude zurück. Aber dennoch gab es auch wieder Momente, wo ich mich in mein Appartement zurückgezogen habe. In diesen Zeiten stand mir mein domino-coach immer zur Seite. Sie baute mich immer wieder auf und redete viel mit mir. Das tat mir richtig gut und ich merkte, wie ich aufblühte.
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